Der Weg der biber post-Sendungen: Von der Abgabe bis zur Zustellung

grafik-zustellungDie Logistik der biber post / Sortierung, Transport und Abgabe der Sendungen: So ist der Weg

Im Postsortierzentrum in Barleben bei Magdeburg rotieren die Sortiermaschinen. Der „Fluss“ der Sendungen von der Annahme bis zur Auslieferung erfolgt mittels moderner Technik und eines ausgeklügelten Logistiksystems. Wer über Logistik und Mobilität in Sachsen-Anhalt spricht, kommt nicht an der biber post vorbei. Ein Blick auf den Weg, den Briefe, Kataloge und andere Sendungen beim blauen Dienstleister nehmen.

Alles beginnt mit der Frankierung. „Viele unserer Kunden nutzen biber post-Briefmarken für den Versand ihrer Sendungen. Die Briefmarken können in den Servicestellen gekauft, auf die Sendungen geklebt und in einen der vielen blauen biber post-Briefkästen oder in Verkaufsstellen abgegeben werden“, weiß Dr. Matthias Hoffmann, Logistikberaterder biber post. Geschäftskunden wie Handwerksbetriebe, Rechtsanwälte oder Ärzte, verwenden Sendungsetiketten, die erst berechnet werden, wenn sie wirklich genutzt werden. Die biber post-Briefkästen stehen meist an zentralen Punkten und sind häufig bei Kooperationspartnern, wie Sparkassen, Schreibwarenläden und Supermärkten zu finden. Zusätzlich hat der Kunde die Möglichkeit, seine Sendung direkt in einer der Servicestellen abzugeben. Kleine und mittelständische Unternehmen können ihre Geschäftspost im Büro abholen lassen. „Mit diesem speziellen Serviceangebot“, so Dr. Hoffmann, „sind wir unseren Wettbewerbern eine Nasenlänge voraus.“ Für Groß- und Massensendungen übernimmt die biber post den kompletten Service.

Verwurzelt mit der Region

Auch mit der Verwurzelung in der Region hat sich die biber post in den vergangenen 15 Jahren einen guten Namen gemacht. „Als regionaler Dienstleister können wir sehr genau auf die Wünsche unserer lokalen Kunden eingehen und deutlich mehr Services anbieten, als andere Anbieter“, sagt Dr. Matthias Hoffmann. Ein Beispiel: Sendungen werden im Verbreitungsgebiet termingenau zu festen Zeiten bei vielen Geschäftskunden abgeholt, dafür ist die biber post-„Abholflotte“ von Montag bis Freitag unterwegs.

Der Weg der Sendungen

Von der Abholung bis zur Zustellung legen die Sendungen noch einige Schritte auf dem logistischen Weg zurück. Briefe, Warensendungen, Pakete und Kataloge erreichen bis zum späten Nachmittag in Kisten und Gitternetztaschen das zentrale Postsortierzentrum der biber post in Barleben. Ein Team sortiert sie nach frankierten und unfrankierten Sendungen und Formaten. Unfrankierte Briefe werden in der Postbearbeitungssoftware aufgenommen. Vier moderne Sortiermaschinen erfassen, zählen, wiegen und messen alle Sendungen.

Automatisierung und Zupacken

Zwei Begriffe sind hier im logistischen Herz der biber post wichtige Vokabeln: Automatisierung und Zupacken. Die Sendungen werden in Sortierläufen bearbeitet und mit einer maschinenlesbaren Kennung versehen. Viele zehntausend Sendungen laufen so täglich über die Sortiermaschinen der biber post. Behält man dabei noch den Überblick? „Klar“, sagt Dr. Matthias Hoffmann und spricht von der „Kunst der Logistik“. Die sieht an dieser Stelle so aus: Es findet ein unmittelbarer Abgleich von Daten statt. Maschinell gedruckte Empfängeradressen werden von den Sortiermaschinen automatisch erkannt. Kann die Sortiermaschine die Adresse „lesen“? Ist die Anschrift bekannt? Falls nicht, setzt eine eigene Steuerung ein. Diese führt die entsprechenden Sendungen zu einem Mitarbeiter, der die Zieladresse abgleicht, handgeschriebene Adressen erkennt und fehlende Adressbestandteile nachpflegt“, erklärt Dr. Hoffmann. Das alles beschreiben die Logistiker als den ersten Schritt im „Sortiermodus“. Jetzt sind alle Sendungen, die im Sortierzentrum in Barleben angekommen sind, erfasst. Was folgt, erklärt der Fachmann der biber post, ist die eigentliche Sortierung. In mehreren Sortierläufen, basierend auf Sortieralgorithmen, werden alle Sendungen auf die Zustellgebiete verteilt. Für die biber post sehen Landkarten anders aus, als für den Hausgebrauch. Auf das Bild von Dörfern, Städten und Straßen legt der Logistik-Dienstleister sein eigenes Zustellnetz. Bis Mitternacht laufen die Fließbänder, werden Zehntausende von Sendungen sortiert und landen schließlich in blauen Kisten für die Zustellgebiete. Kurz nach 0 Uhr schlägt die Stunde der Speditionen. Fast im Minutentakt machen sich Fahrzeuge, beladen mit Briefkisten auf den Weg in die Verteil-Depots. Die Zeit ist knapp bemessen. Dr.Hoffmann: „Wir arbeiten nach einem straff organisierten Zeitplan. Die Termine müssen minutengenau eingehalten werden, damit alle Briefsendungen pünktlich ankommen.“

Zusteller kennen ihr Gebiet

Die Zusteller sortieren im Verbreitungsgebiet, dem nördlichen Sachsen-Anhalt, die biber post-Sendungen in einer Reihenfolge, die garantiert, dass sie die Sendungen effektiv zustellen können. Die auf „Gangfolge“ sortierten Sendungen werden in die Fahrzeuge verfrachtet und die Zusteller beginnen mit ihrer Arbeit. Zeit spielt hier eine entscheidende Rolle. „Es ist wichtig, dass es nicht zu Verzögerungen kommt“, sagt Dr. Matthias Hoffmann. Und: „Die biber post hat in den vergangenen zwei Jahren sehr viel in eine professionelle Zustellstruktur investiert.“ Dazu gehören die neue Flotte von über 600 Zustellfahrzeugen und die neue Depotstruktur. Für die Zusteller wurde ein Vollzeit-Arbeitsmodell eingeführt. „Wir haben den größten Umbau der Zustelllogistikin unserem Haus erfolgreich abgeschlossen“, weiß Dr. Hoffmann. Dass dieses Logistiksystem wie ein Uhrwerk funktioniert, wird täglich eindrucksvoll gezeigt. Briefe, Kataloge und adressierte Zeitschriften sind mit dem Zusteller unterwegs zur richtigen Adresse. Seit der Abgabe oder dem Einwurf in den biber post-Briefkasten sind nur Stunden vergangen. Stunden, in den sich die logistischen Abläufe in Gang setzten, Maschinen rotierten und fleißige Mitarbeiter zugepackt haben. Die Sendungen sind angekommen!